Landkreis weitet ÖPNV-Angebot weiter aus – VG Wöllstein kommt zum Zug

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Zug im Bahnhof Armsheim (Bildrechte: Wikimedia Commons, Autor: Jivee Blau)

In seiner letzten Sitzung hat der Kreistag einstimmig einen neuen Nahverkehrsplan für den Landkreis Alzey-Worms beschlossen. Wichtigste Neuigkeiten sind der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen und die Ausweitung des Angebots ab Sommer 2019.

Durch die Neuausschreibung der Busleistungen im nördlichen Teil des Landkreises gibt es ab August 2019 ein neues Linien- und Verkehrskonzept im Bereich Alzey, Wörrstadt und Wöllstein. So wird es eine neue Direktverbindung von Alzey nach Bad Kreuznach über Wendelsheim und Wöllstein geben und dies im verlässlichen 1 Std-Takt auch morgens und abends. Hinzukommen Verstärkerbusse in den Hauptverkehrszeiten, sodass ab Wöllstein ein 30min-Takt abgestimmt auf die Züge nach Mainz / Frankfurt und Saarbrücken entsteht. Zudem wird es ab Wöllstein über Gau-Bickelheim Anschluss an den Bahnhof nach Wörrstadt geben und von Wendelsheim über Flonheim an den Bahnhof in Armsheim. Zusätzlich wird von Wendelsheim über Flonheim eine Verbindung nach Alzey eingerichtet. Die Haltestellen in Wöllstein und Wendelsheim werden zu sogenannten Taktknoten, dort treffen rund um die volle bzw. halbe Stunde alle Linien zusammen, sodass für die Fahrgäste direkte Anschlüsse in alle Richtungen bestehen.

„Die neue Direktverbindung von Alzey nach Bad Kreuznach und der feste Takt der neuen Linien bedeuten eine enorme Verbesserung für den Nahverkehr in der Verbandsgemeinde Wöllstein“ sind sich die beiden SPD-Kreistagsmitglieder aus der VG Wöllstein Gerd Rocker und Johannes Brüchert einig.

Brüchert ergänzt: „Insbesondere für Wöllstein bin ich froh, dass endlich ein verlässlicher Anschluss an die Bahnhöfe Alzey und Bad Kreuznach entsteht, wo durch angepasste Umsteigezeiten bequem Züge nach Mainz, Frankfurt und Saarbrücken erreicht werden können.“

Auch beinhaltet der Nahverkehrsplan den barrierefreien Ausbau der zentralen und stark frequentierten Bushaltestellen in fast allen Ortsgemeinden. In Verbindung mit modernen Niederflurbussen ist es dann mobilitätseingeschränkten Personen, älteren Menschen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen oder Radfahrern viel bequemer möglich ein- und auszusteigen. Die Kommunen sind jetzt in Zusammenarbeit mit dem Landkreis gefordert, den Ausbau bis 2022 abzuschließen.

„Durch das neue Angebot ab Sommer 2019 wird die Region noch ein Stück näher zusammenrücken und durch den Ausbau der Haltestellen wird der ÖPNV noch attraktiver. Ich kann jeden nur ermuntern, von diesem tollen Angebot Gebrauch zu machen.“ so Gerd Rocker abschließend.